Wer kann mit wem?

Smart-Home-Protokolle – ein Überblick

© Elnur Amikishiyev - stock.adobe.com
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Es gibt unterschiedliche Technologien für die Funkübertragung in Heimnetzwerken – manche arbeiten im 868 MHz-, andere im 2,4GHz-Bereich, weitere über DECT-Frequenzen: Wenn Smart- Home-Security funktionieren soll, sollten sie möglichst untereinander kommunizieren können. Bei Gesamt- und Paketlösungen etwa von Bosch, Siemens, AVM (Fritz), Deutscher Telekom oder RWE (innogy) ist die Kompatibilität kein Problem. Anders kann es sein, wenn man nach und nach Geräte von verschiedenen Herstellern einbindet, die jeweils mit anderen Standards arbeiten. Es gibt aber auch offene Plattformen, wie das Beispiel Innogy Smart Home von RWE zeigt: Hier kann man Geräte verschiedener Hersteller über die App einbinden und steuern – natürlich nur die unterstützten Geräte.

Mehr als 400 Firmen weltweit gehören zum Beispiel zur KNX-Allianz, die schon in den 90er Jahren für die Home-Automation eingeführt wurde – heute auch als Funkvariante. Von Apple gibt es ebenfalls eine Serie von Smart-Home-Produkten, die Security-Anwendungen einschließen. Das „Homekit“ schließt mittlerweile ein komplettes Programm von Geräte und Sensoren namenhafte Hersteller ein. Unsere Tabelle gibt Ihnen einen guten ersten Überblick, wer mit welchen Standards arbeitet.

In jüngerer Zeit hat sich die Thread-Gruppe mit der Zigbee-Allianz auf eine gemeinsame Gerätesprache geeinigt („Dotdot“). Und auch sonst gibt es den Trend, dass Hersteller sich zusammentun. Das hängt nicht nur mit der Smart-Home-Welt, sondern insgesamt mit dem „Internet der Dinge“ zusammen – und dazu gehören Garagentore und Kühlschränke genauso wie Waschmaschinen und Rasenmäher.

Steuerung per Handy

Praktisch alle neuen Smartphones und Tablets arbeiten heute mit WLAN, so dass sie eine führende Rolle als Steuerungsgerät für Smart-Home- Security-Anwendungen übernehmen können. Dank hoher Bandbreite lassen sich große Informationsmengen übertragen – also Diagramme, Piktogramme und Videobilder von Überwachungskameras in Echtzeit.

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Ursprünglich betrug die Bluetooth- Reichweite grundsätzlich nicht viel mehr als zehn Meter. Durch die Entwicklung sogenannter Mesh-Netze (vermaschte Netze) hat allerdings die neueste Bluetooth-Generation (Bluetooth 5) eine vierfach längere Reichweite bekommen. Dank größerer Bandbreite arbeitet sie mit doppelt so schneller Übertragungsgeschwindigkeit wie bisher. Die Mesh-Netzwerke können Informationen unter individuelle Elemente austauschen wie in einem erweiterbaren Spinnennetz. Das hat das Potential von Bluetooth erweitert. Anders als bei anderen Systemen ist hier eine zentrale Einheit nicht erforderlich – das kann die Planung stark erleichtern.

Sprachsteuerung

Sie sind in aller Munde: Alexa, Cortana und wie sie alle heißen: Die Sprachsteuerung ist ein sehr starker Trend, nicht nur bei Amazon, Google und Apple, sondern vielen anderen Herstellern von Produkten wird daran gearbeitet. Den milden Vorwurf einer leichten Schizophrenie kann man zumindest uns Deutschen in diesem Zusammenhang nicht ersparen: Lässt man diese Geräte in sein Haus, hat das nicht mehr viel mit sorgfältigen Umgang mit den eigenen Daten zu tun. Schließlich belauschen uns diese Apparillos rund um die Uhr. Sie sind – wenn wir sie nicht abstellen – immer online. Und wer hier wo was speichert, weiß so recht kein Mensch.

Übersicht der Home Automation/Security-Protokolle

Wenn Sie das alles etwas verwirrend finden: Achten Sie beim Einkauf einfach auf die Übertragungsvariante und darauf, dass am Ende alle Geräte die Sie installieren möchten die gleiche Sprache sprechen. Es gibt in Deutschland sechs praktisch relevante Sprachfamilien. In unserer Tabelle finden Sie eine Auswahl wichtiger Hersteller, die sich ihrer jeweils bedienen. Manche Hersteller haben ihre Produkte in mehreren Sprachfamilien heimisch gemacht.

VCA-Technologie erkennt relevante Ereignisse

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Mit dem Einzug des Smart Home und Smart Living werden vormals „stille“ Produkte nun smarter. Auch im Bereich der Sicherheitstechnik wächst der Einfluss der künstlichen Intelligenz (KI). Das passiert im sicheren Rahmen und bietet z. B. die kostengünstige Möglichkeit der Videoanalyse in der Kamera. Vorher war für diese Art der Analyse ein teurer Aufbau mit zentralenseitigen Servern nötig. Alle Dallmeier- Kameras der 5000er-Serie mit kostenloser Video-Content-Analyse (VCA) sind beim Dekom Video Security & Network-Vertriebsteam erhältlich. Die in den Kameras integrierte VCA-Technologie verfolgt das Ziel, möglichst viele potentiell relevante Ereignisse zu erkennen. Die Metadaten aller Ereignisse werden auf dem Dallmeier- Aufzeichnungssystem in einer Datenbank gespeichert und dienen der zielgerichteten Suche nach relevanten Ereignissen im aufgezeichneten Videomaterial mit der Funktion Smart-Finder im SMavia-Viewing-Client.

Zu den relevanten Ereignissen gehören: Intrusion Detection (automatische Erkennung von unerlaubten Zutritten in sensitive Bereiche), Line-Crossing Detection (virtueller Stolperdraht), Object Classification (automatische Klassifizierung von Objekten anhand spezifischer Merkmale wie z. B. Personen- und Fahrzeugerkennung), Face Detection (automatische Ermittlung/Aufzeichnung von Gesichtern) sowie Tamper Detection (Manipulationserkennung/Kamera-Sabotage-Schutz).

www.dekom-security.de

Kuppellose PTZ erweitert Grenzen der Videoüberwachung

Hikvision hat eine neue PTZ Netzwerkkamera-Serie (DS-2DF6AxxxX-AEL) angekündigt. Diese bietet eine Vielzahl an Neuheiten, die die Flexibilität und Reichweite der Videoüberwachung verbessern. Die Kameras sind ohne Kuppel konstruiert, was störende Reflexionen von Lichtbrechungen auf der Kuppelinnenseite verhindert. Ohne Kuppel kann die Kamera wesentlich klarere Bilder liefern, selbst unter Verwendung der höchsten Qualitäts-, Auflösungs- und Zoomstufe. Durch die Verwendung innovativer Materialien erfüllt die Kamera nach wie vor den IK10-Standard, wodurch der Schutz vor Vandalismus auch bei diesen Produkten wie bei Kuppelkameras gewährleistet ist. Das „Kugel“-Design der Serie macht es unmöglich, zu sehen, in welche Richtung die Linse ausgerichtet ist. So können Täter keine unbewachten Bereiche und toten Winkel ausspähen.

www.hikvision.com

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