Rauchmelder gehören in jedes Haus...

. . . und auch hier gibt es smarte und intelligente Lösungen

©Marco2811 - stock.adobe.com
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Sie sind inzwischen in sämtlichen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Das gilt für alle Neubauten, bei Umbauten und fast überall auch für Bestandsgebäude. Rauchmelder zu installieren sollte aber so eine Selbstverständlichkeit für jeden sein. Und neben dem Rauchmelder gibt es auch Melder für Kohlenmonoxid und Erdgas.

Wer glaubt, er würde schon von selber wach werden, wenn’s tatsächlich nachts brennt, sitzt einem Irrtum auf. Das Problem: Wer schläft, riecht nichts, also auch keinen Rauch.

Eine Rauchvergiftung ist denn auch der Grund für die meisten Todesfälle die durch Brände verursacht sind. Dafür kann es schon ausreichen, wenn man den giftigen Rauch ein paar Mal einatmet – Rauchmelder im Haus sind folglich absolut unverzichtbare potentielle Lebensretter.

Um uns aus dem Tiefschlaf reißen will, muss schon einen ziemlichen Krach veranstalten.

Deshalb alarmieren Rauchmelder mit akustischen und physikalischen Reizen. Und für Smart-Home-Besitzer gibt es natürlich eine neue Generation von Meldern mit eingebauter Intelligenz.

Die Rauchwarnmelderpflicht gilt in Deutschland inzwischen bundesweit. Unterschiede gibt es teils noch bezüglich der Bestandsgebäude – auch die Verteilung der Verantwortung auf Eigentümer und Besitzer (= i.d.R. der Mieter), fällt unterschiedlich aus. Jedenfalls sind Rauchmelder aber beim größten Teil der Gebäude in Deutschland (siehe dazu unsere Übersichts-Tabelle). In Österreich gibt es in den meisten Bundesländern eine Rauchwarnmelderpflicht. In der Schweiz gibt es überhaupt keine Pflicht (aber es gibt teils Rabatte seitens der Versicherungen, wenn man Rauchmelder installiert), in Luxemburg in Ausnahmefällen und in Liechtenstein gibt es eine amtliche Empfehlung.
Bietet doppelte Sicherheit – der Q-Label zertifizierte und nach EN14604:2005/AC:2008 geprüfte Abus RWM250 Rauchwarnmelder mit Hitzewarnfunktion
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Reichlich Auswahl

Die Zahl der Anbieter ist recht groß – neben Firmen wie Hekatron, Abus, Detectomat, Bosch und Siemens bieten auch Firmen wie RWE und sogar die Deutsche Telekom Systeme an – teils in ganze Smart-Home-Lösungen integriert.

So ein normaler Rauchmelder ist technisch in der Regel nicht übertrieben anspruchsvoll – für Smart-Home- Besitzer empfiehlt sich aber der Griff zur neuen Generation von ‚Smart‘- Rauchmeldern: Sie gehen technisch gesehen einen deutlichen Schritt weiter und bringen etwas Intelligenz ins Spiel. Auch für Gehörlose gibt es übrigens Lösungen: Aufwendungen für optische oder auch mobile vibrierende Melder kann man sich bei ärztlich attestiertem Bedarf unter Umständen von der Krankenkasse bezahlen lassen.

Was die Auswahlkriterien betrifft, wäre zunächst die CE-Kennzeichnung (mit Zertifikatsnummer und Angabe „EN14604“) zu nennen – sie besagt schon mal, dass das Produkt im Europäischen Binnenmarkt verkauft werden darf. Etwas mehr Aussagekraft bringt das ergänzende „Q“-Kennzeichen: Produkte die es tragen, sind unabhängig und herstellerneutral auf bestimmte Kriterien hin überprüft – und zwar müssen sie die erhöhten Anforderungen der vfdb-Richtlinie 14-10 erfüllen. Dazu gehören die Langlebigkeit des Rauchmelders – und die Reduktion von Falschalarmen (Reaktion auf Brandrauch – aber eben nicht z. B. auf aufgewirbelten Staub). Ein Thema ist auch die Haltbarkeit der Batterie: Produkte mit dem „Q“ stehen für mindestens 10 Jahre Haltbarkeit von Batterie und Rauchmelder insgesamt. Eine Liste der Hersteller mit ‚Q‘-Kennzeichen – samt der einzelnen Produkte findet sich 
auf www.qualitaetsrauchmelder.de.
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Smart und vernetzt

Smarte Rauchmelder sind keine Eigenbrötler mehr, sondern arbeiten im Team mit anderen Systemkomponenten zusammen – dabei kommunizieren sie per Funk oder per Zentrale vernetzt. Der Alarm kann z. B. mittels SMS auf das Handy oder per Email auf sich aufmerksam machen, wenn Sie gerade nicht zu Hause sind.

Vernetzte Geräte können z. B. auch Alarm für andere Geräte übernehmen: Löst ein Rauchmelder an einem Ende des Gebäudes aus, bekommt man das am anderen Ende nicht unbedingt mit. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass alle Melder Alarm schlagen, wenn nur einer davon Rauch detektiert. So werden Sie schneller auf das Feuer aufmerksam gemacht – und das Feuer hat weniger Zeit, sich zu entwickeln. Geht der Alarm los, kann man die vernetzten Rauchmelder bis auf den an der Gefahrenstelle ausschalten und findet sofort die richtige Stelle.

Das Prinzip von Kommunikation und Teamplay gilt auch für weitere Smart-Geräte im Haus: So können Sie z. B. die Alarmanlage und Ihre Rauchmelder miteinander per Funk verknüpfen und kommunizieren lassen: Die schrillen Töne des Rauchmelder eignen sich durchaus dazu, einen Einbrecher in die Flucht zu schlagen.

Dank kompakter Elektronik lassen sich noch weitere Sensoren in das Gehäuse eines Rauchdetektors einbauen – z. B. zur Messung der Luftqualität. Per Handy informiert Sie der smarte Rauchmelder auch über relative Luftfeuchtigkeit, Temperatur, etc. – der Bosch Twinguard ist ein Beispiel dafür.

Smarte Rauchmelder machen nicht nur Lärm – sie vermitteln auch nützliche Informationen – etwa, wann genau er in welchem Zimmer Rauch detektiert hat. Es gibt auch Kombigeräte, die sich melden, wenn sie erhöhte Temperaturen festgestellt haben. Diese Informationen sendet der Melder per Funk an die Steuerung – dort sind sie im Klartext zu lesen.

Und wohin damit?


Wo die Rauchmelderpflicht bereits besteht, ist ein gewisses Minimum an Rauchmeldern für verschiedene Räume vorgeschrieben. Die Einzelheiten entnimmt man am besten der aktuellen Bauordnung seines Landes (siehe auch unsere Tabelle) – oder z. B. der Seite rauchmelder-lebensretter. de. Oft ist es aber sinnvoll, mehr zu tun als das geforderte Minimum. In weitläufigen Räumen und Fluchten können sich auch mehrere Rauchmelder anbieten.

Generell werden Rauchmelder immer mindestens einen halben Meter von der Wand entfernt an der Decke montiert. Unter dem Dach sind sie als Faustregel ebenfalls einen halben Meter unterhalb des höchsten Punkts an der Dachschräge anzubringen.
Die Branderkennungsanlage „Beka“ von Daitem. Das Funk-System arbeitet drahtlos und mit uneingeschränktem Batteriebetrieb
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Der Mehrkriterienmelder Ei2110e von Ei Electronics
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Ein Spezialfall – aber auf keinen Fall zu vernachlässigen – ist die Küche. Sie ist laut IFS (Institut für Schadenverhütung und Schadensforschung der öffentlichen Versicherer) der Brandentstehungsort Nummer eins in der Wohnung. 39 % der Wohnungsbrände entstehen hier (zum Vergleich: 26 % im Wohnzimmer, Schlafzimmer 9 %, Bad und WC 8 %). Vor allem beim Hantieren heimischer Küchenchefs am Herd (selten wegen technischer Defekte) passiert’s sehr oft. Es gibt für diesen brandgefährlichen Ort spezielle Rauchmelder - z. B. reine Hitzemelder, oder solche mit einer Funktion zum Stummschalten (man deaktiviert ihn bewusst und kurzfristig – und er aktiviert sich nach dem Kochen wieder automatisch). Und es gibt Rauchmelder, die Fehlalarme vermeiden, die lediglich durch Wasserdampf ausgelöst wurden.

Wie empfindlich ist ein Rauchmelder?

Auf den ersten Blick haben Rauchmelder eine ganz einfache Aufgabe; sobald sie Rauch detektieren sollten sie Alarm schlagen. Aber was ist, wenn einer mit einer Zigarette vorbeigeht? Oder einfach eine Kerze ein bisschen stark vor sich hin rußt? Solche minimalen Konzentrationen werden von fast allen Detektoren gelassen ignoriert. Mit der Toleranz kann es freilich vorbei sein, wenn sich in der geschlossenen Lounge der Cohiba- Club zum Vereinsabend trifft. Manche Modelle haben aber einen Knopf, mit dem man die Toleranzschwelle auf höhere Rauchkonzentrationen einstellen kann – oder den Rauchmelder insgesamt vorübergehend ausschalten kann – meist bis zu etwa einer halben Stunde.
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Kohlenmonoxidwarnmelder

Äußerst tückisch ist auch das selbst für Hunde geruchlose und farblose Gas Kohlenmonoxid (CO). Meist ist im Zusammenhang mit Autoabgasen davon die Rede – aber das tödliche Gas kommt auch aus anderen Quellen im Haus. Kamine, Kachelöfen, Öl-, Paraffin-, Brikett- Pellet- und Gasheizung sowie Gasherde – sie alle können Kohlenmonoxid abgeben, wenn die Durchlüftungsverhältnisse ungünstig sind und die Verbrennung unvollständig ist. Jedes Jahr werden bundesweit rund 4.000 Personen wegen einer CO-Vergiftung behandelt – davon gehen 5 % tödlich aus.

Das größte Problem dabei ist auch hier, dass der Mensch das Gas meistens nicht bemerkt. Zuverlässige Detektoren nach EN 50291 gibt es seit Jahren auf dem Markt – installiert werden sie freilich noch recht selten. Der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt die Installation von Kohlenmonoxid-Warnmeldern in allen Haushalten mit Gasthermen. Die Gefahr ist nicht zu unterschätzen und kann für wenige Euro deutlich abgemildert werden.

Erdgaswarnmelder

Die gerade besprochenen CO-Detektoren schlagen erst nach der Verbrennung Alarm. Wenn jedoch Gas – z. B. Erdgas, das für die Heizung und zum Kochen verwendet wird – aus einer Gasleitung tritt, bevor es überhaupt beim Brenner ankommt, kann es sich in geschlossenen Räumen sammeln und eine kritische Konzentration erreichen, die eine explosive Mischung bildet. Deshalb ist die Installation von Erdgasdetektoren in Kellerräumen, wo der Gaszähler und die Gasheizung installiert sind, sowie in der Küche, wenn dort mit Gas gekocht wird, durchaus sinnvoll.
Mit der Genius Control App kann der Genius Port in Betrieb genommen und konfiguriert werden
Mit der Genius Control App kann der Genius Port in Betrieb genommen und konfiguriert werden
Wichtig ist, sich vor Augen zu führen: Ein Rauchmelder kann kein CO detektieren, ein CO-Melder kein Erdgas und ein Gasmelder keinen Rauch! Hat man also nicht eindeutig ein Kombimodell in Händen, sollte man alle Typen einzeln an den entsprechend risikobehafteten Stellen installieren.

Normgerecht

Der Rauchmelder muss auf jeden Fall ein CE-Kennzeichen tragen – und eine Markierung bezüglich der Konformität mit der Europäischen Produktnorm EN 14604. Wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig, ist die VdS-Anerkennung. Außerdem sollten der Herstellername und das Herstellungsdatum sichtbar sein. Je nachdem, in welchem Zimmer der Rauchmelder installiert wird, sollten Sie auf eine ausreichende Betriebstemperaturspanne achten – es kann z. B. vorkommen, dass im Winter ein unbeheizter, vielleicht abseits liegender, Raum unter -20°C kalt wird.

Die Wartung ist hinsichtlich Häufigkeit und Durchführung übrigens von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich – klären Sie das am besten anhand der Betriebsanleitung ab. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an eine Fachfirma – sie kann Ihnen auch beim Installieren einer effektiven Lösung helfen und die Anlagen auch gleich so programmieren, dass sie intelligent auf Ereignisse reagieren. Natürlich können Sie das alles auch selbst machen – Sie brauchen nur etwas Zeit zu investieren, um alle Möglichkeiten der Technik auszuschöpfen.

Sicherheit für private und gewerblich genutzte Räume: FireAngel CO-Melder

Wer Öfen oder Gasthermen betreibt, sollte zur eigenen Sicherheit zwingend CO-Melder wie den FireAngel CO-9DDE anbringen. Die elektrochemische Sensortechnologie der CO-Warnmelder warnt dabei nicht nur bei einer akuten CO-Gefahr, sondern auch, wenn sich über einen längeren Zeitraum eine gefährliche CO-Konzentration entwickelt. Die digitale LCD-Anzeige zeigt sowohl die niedrigsten Konzentrationen von CO, bis zu 10 ppm (parts per million; Kohlenmonoxidkonzentration in der Luft), als auch die Höchstwerte im Verlaufe der vorherigen vier Wochen an. Das CO-Melder-Portfolio von FireAngel enthält ausschließlich Geräte, die den höchsten Qualitätsansprüchen genügen und damit für maximale Sicherheit sorgen. Alle Geräte werden unabhängigen Tests unterzogen, die Ansprechschwellen und sicheren Grenzwerte sind in der Europäischen Norm EN 50291 vorgegeben. Der FireAngel CO-9DE kann über die EPS Vertriebs GmbH bezogen werden.
pics721/Shutterstock
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Sicherheit zu jeder Tagesund Nachtzeit, überall schnell installiert und nachgerüstet: FireAngel CO-9DE von EPS
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