Kamera läuft!

Videoüberwachung mit smarter Technik.

©REDPIXEL - stock.adobe.com

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Einbrecher arbeiten nicht nach Drehbuch – in aller Regel sind sie dafür viel zu licht- und kamerascheu. Außenkameras schrecken sie ab – und dank Videotechnik haben Sie es in der Hand, ihnen wenn nötig eine unfreiwillige Hauptrolle zu verpassen: Mit Smart-Kamera und Video- App haben Sie das häusliche Set im Blick, egal ob Ihr Regiestuhl im Büro oder auf Fuerteventura steht. Kommen ungebetene Gäste, kriegen Sie das sofort mit und können Maßnahmen ergreifen. Und egal was bei Ihnen passiert – alles ist dokumentiert.
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Scharfe Bilder ganz nah


Die Ingenieure haben in den letzten Jahren die Videotechnik erheblich nach vorne gebracht. Digitalisierung, Kamera-Intelligenz, Vernetzung sind dabei wichtige Stichworte – aber auch die Miniaturisierung, d.h. mehr Elektronik auf engerem Raum. Für Sie bedeutet das: Mehr Möglichkeiten und Funktionen – bei extrem simpler Bedienbarkeit.

Nach wie vor gilt natürlich: Die Anforderungen an die Kamera diktieren Größe und Gehäuseform. Soll sie längere Entfernungen überblicken und trotzdem scharfe Bilder liefern, kommt man an einer „Bullet-Kamera“ – das sind langgestreckte, zylinderförmige Kameras – mit entsprechendem Zoom-Objektiv nicht vorbei. Kleine eingebaute Motoren machen sie schwenk- und kippbar. Gängig im Fachhandel ist der Ausdruck PTZ-Kamera: Das steht für Pan (schwenken), Tilt (kippen) und Zoomen.

Dome-Kameras und Schwenk- Neige-Technik

Für kürzere Distanzen und insbesondere für Anlagen, bei denen die Kamera von oben her auf das Geschehen blickt, gibt es sogenannte Dome-Kameras. Auch sie kommen meist mit PTZ-Funktionalität – mit der Besonderheit, dass die Kamerabewegung von außen praktisch nicht wahrnehmbar ist. Kameras in sehr flachen Gehäusen ohne PTZ-Funktion sind heute bereits zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Manche preisgünstige Modelle bieten eine „virtuelle“ Zoom-Funktion an – für gleichbleibend hohe Bildqualität, bei der man beim Zoomen also auch wirklich mehr sieht, sollte die Wahl allerdings eher auf (teurere) hochauflösende Kameras fallen.
Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera achtet sehr auf die Privatsphäre. Zudem „ kann mit ihr, unter anderem, jederzeit in alle Winkel eines Raumes geblickt werden
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Tag und Nacht

Je nach Lichtverhältnissen hat der Smart-Home-Besitzer außerdem die Wahl zwischen Kameras die nur bei Tageslicht vernünftige Bilder schicken – und sogenannten Tag-Nacht-Kameras. Letztere arbeiten mit Infrarot-LEDs, und können, anders als das menschliche Auge, die Szene auch dann überblicken, wenn es stockfinster ist. Die Infrarot-LEDs sind bei Kameras für Privatanwender meist in das Gehäuse integriert, etwa ringförmig rund um das Objektiv. Vor allem für den Außeneinsatz gibt es aber auch separate Hochleistungs-IR-Strahler. Weniger subtil, dafür zusätzlich abschreckend, ist die Verbindung das Scheinwerferlicht, das zum Beispiel zusammen mit der Kamera per Bewegungsmelder anspringt.

Mindestanforderungen

Sie werden sehr schnell feststellen, dass das Angebot an Videokameras kaum zu überschauen ist. Es gibt aber ein paar Mindestanforderungen, die schon mal eine Vorauswahl ermöglichen. Grobkörnige Schwarz-Weiß-Bilder mit dem Charme von VHS-Kassetten-Mitschnitten aus den 80ern sind heute wahrhaftig nicht mehr nötig. Eine vernünftige Kamera sollte heutzutage eine Auflösung von 720 Pixeln bringen – es gibt auch viele mit 1080 Pixeln und Full-HD. Vierfache HD-Auflösung, also „4K“ ist ebenfalls möglich. Außenkameras sollten übrigens dem IP65-Standard entsprechen: Dann halten sie auch Wind und Wetter stand.
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Übrigens muss eine Kamera zu Hause nicht unbedingt als solche erkennbar sein – sie lässt sich heute ganz nach 007-Manier verstecken. Kleine Kameras können sich also auch hinter normalen Haushaltsgegenständen verbergen. Bewegungsmelder oder Mikrofone reagieren z. B. auf Geräusche oder Veränderungen im Raum.

Nicht im öffentlichen Raum

Kameras sind natürlich grundsätzlich bei persönlicher Abwesenheit nützlich – und vor allem außen angebracht wirken sie schon abschreckend. Besuchern gegenüber das Vorhandensein von Innenkameras offen zu legen oder diese überhaupt abzuschalten, ist eine Frage der persönlichen Höflichkeit. Darüber hinaus gibt es aber auch rechtliche Grenzen, die vor allem dann zum Tragen kommen, wenn der öffentliche Raum ins Spiel kommt.

Straße und Bürgersteig haben bundesdatenschutzrechtlich außen vor zu bleiben – und ganz generell ist ein Hinweis auf die Videoüberwachung Pflicht. Der „öffentliche Verkehrsraum“ darf höchstens bis zu einem Meter erfasst sein. Jedenfalls bedarf es eines schutzwürdigen Interesses – sprich, einer konkreten Notwendigkeit für konkrete Sicherheitsinteressen.
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IP oder Kabel?

Drahtlose IP-Kameras boomen natürlich – weil sie extrem leicht zu installieren und sehr flexibel im Haus verteilbar sind. Das muss allerdings nicht immer die beste Lösung sein – vor allem dann nicht, wenn man gerade neu baut oder umbaut. In diesem Fall kann man auch ein fest verkabeltes System installieren, das unabhängig vom Internet – und also auch bei dessen Ausfall – funktioniert. Drahtlose W-Lan-Kameras kann man dann ja ergänzend immer noch aufbauen. Vorsicht aber vor „WiFi-Jammern“, die das System stören können (auch wenn die allermeisten Einbrecher dazu nicht clever genug sind und auch den Aufwand scheuen). Ein kurzfristiger Internetausfall kann außerdem dazu führen, dass das Ganze genau im falschen Moment nicht funktioniert, es können auch jedes Mal Falschalarme kommen, wenn das Internet gerade ausfällt, etc.

Ist die Entscheidung für eine Kamera gefallen, geht es an die Frage der Übertragung der Bilder zu einem Monitor, einem Rechner oder einem anderen Endgerät. Das funktioniert durch Übertragung ihrer Signale entweder per Kabel oder über Funk. Jahrzehntelang taten in der analogen Welt der Videoüberwachung die bekannten Koaxialkabel gute Dienste. Unsere heutige digitale Welt bietet dagegen gleich mehrere günstigere Möglichkeiten, Quelle und Ziel zu verbinden.
Die Lupusnet LE 203 liefert Bilder in High Definition
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Die Axis Companion Line ist eine “out-of-the-box” Lösung für Videoüberwachung von bis zu 16 Kamera
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Wer über ein Ethernet-Netzwerk verfügt, kann diese Infrastruktur mit sehr wenig Aufwand als Videobildautobahn benutzen. Alternativ lassen sich Kameras über spezielle Zwei- oder Vierdrahtkabel verbinden, oder auch über Funk. Wichtig ist dabei auf jeden Fall: Übertragung und Verwaltung sollten verschlüsselt sein – sonst leben Sie gewissermaßen in Ihrem eigenen Big-Brother-Haus.

Stromversorgung – gerne unterbrechungsfrei

Eine Kamera braucht zudem natürlich auch Strom. Der kann bei manchen Modellen über das Anschlusskabel kommen oder auch getrennt vor Ort zugespeist werden. Funkkameras benötigen auf jeden Fall eine – am besten ausfallsichere Stromversorgung in der Nähe. Hier bietet sich – besonders, wenn Büros im Spiel sind – auch ein Gerät zur Unterbrechungsfreien Stromversorgung an – eine sogenannte USV. Sie schützt vor Stromausfall, Unter- oder Überspannung und ähnlichen Vorfällen. Nutzen Sie Power over Ethernet zur Stromversorgung (PoE), müssen Sie beim Kauf darauf achten, dass das Produkt diese Technik unterstützt.
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SD-Karten, Cloud, NAS

Videosequenzen bilden sehr schnell sehr große Datenpakete. Gängige Kompressionsverfahren schrumpfen heutzutage jedoch die Größe der Dateien ohne nennenswerten Qualitätsverlust. Zwecks späterer Analyse müssen aber auch sie natürlich immer noch gespeichert werden – und dafür gibt es einige Lösungen. Manche Kameras haben einen Kartenschlitz für SD-Karten oder ähnliche Speichermedien. Die Videobilder werden für einige Stunden darauf gespeichert – sobald die Karte voll ist, werden die Daten zyklisch überschrieben. Je nach Speichergröße ist dadurch zu jedem Zeitpunkt Videomaterial für die letzten sechs, zwölf oder 24 Stunden vorhanden.

Ein NAS-System – das steht für „Network Attached Storage“ und ist zum Beispiel von Synology erhältlich – hat den Vorteil, dass sie eine Festplatte zum Speichern und Fernabruf übers Internet haben: Das klappt für alle Dateien, für Ihre Musik genauso wie für Videodateien. Es wird einfach Ihr Netzwerk integriert und kann an einer unauffindbaren Stelle in Ihrem Haus untergebracht werden.

Wer mehr will, kann zu einem zentralen Aufnahmegerät greifen, das die Bilder auf einer Festplatte speichert – das ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Kameras im Einsatz sind. Hier entscheiden die Speicherkapazität sowie das Kompressionsverfahren – und dadurch die Videoqualität – über die mögliche Länge des Videobildmaterials. Festplatten im Terabyte-Bereich sind hier die empfehlenswerte Größenordnung.
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Nun ist es nicht jedermanns Sache, noch eine schwarze Kiste mehr im Haus herumstehen zu haben. Für alle Hardwaremuffel bietet sich die Cloud-Lösung an. Das ist weit weniger wolkig, als es sich anhört: Es handelt sich um nichts anderes, als um die Mitnutzung eines zentralen externen Speichers – angeboten von hochsicheren Rechenzentren, die rund um die Uhr Daten aufnehmen und speichern. Voraussetzung für ihre Nutzung ist eine zuverlässige und möglichst schnelle Internetverbindung, so dass die Bilder in Echtzeit übertragbar sind. Oft werden nur die vergangenen 24 Stunden gespeichert. Bis dahin sollten Sie allerdings bemerkt haben, dass etwas im Haus nicht stimmt – sonst hat offenbar die Alarmanlage versagt.

SMS, Email, Live-Bild

Die Videobilder von daheim lassen sich, eine Internetverbindung vorausgesetzt, per App auf dem Tablett oder Smartphone betrachten. Das geht entweder passiv – hier muss der Benutzer sich erst einloggen. Oder das System agiert aktiv – das bedeutet, dass die Übertragung automatisch startet, sobald sich zu Hause etwas bewegt: Eine SMS oder Email wird generiert und das Livebild wird aufgeschaltet: Wenn es – wie wohl meistens – gut läuft, sieht der Smart- Home-Besitzer nur die nette Nachbarin beim Gießen Ihres Gummibaums.
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Installation

Die empfehlenswerte Anzahl an Kameras und der richtige Ort ihrer Installation hängen natürlich von den Gegebenheiten ab. Oft reicht aber eine einzige, geschickt an der strategisch richtigen Stelle angebrachte Kamera völlig aus. Im Außenbereich empfiehlt sich eine Domekamera in einer Ecke – dort kann sie, dank Fischaugen-Objektiv, durchaus einen Überwachungsradius von mehr als 270° abdecken. Zur nötigen Entzerrung der von Fischaugen-Objektiven gelieferten Bilder gibt es spezielle Software – aber zum Erkennen der aufgezeichneten Aktivitäten und zur Warnung vor Gefahr ist das nicht unbedingt erforderlich.

Wo Gesichter einwandfrei erkannt werden sollen – z. B. an Eingängen – sind andere Objektive besser geeignet. Außenkameras montiert man am besten so hoch wie es geht, damit sie nicht zerstört oder mit Farbdosen übersprüht werden können – andererseits nicht so hoch, dass man nur die Strickmütze des Eindringlings betrachten kann.

Auch der Datenschutz spielt bei der Installation von Kameras eine Rolle. Nachbarn können unter Umständen nämlich einen Unterlassungsanspruch geltend machen – insbesondere gegen Außenkameras. Daher sollte man unbedingt darauf achten, nur das eigene Grundstück zu überwachen.

Intelligenz in der Kamera

Dank eingebauter Intelligenz können manche Kameras über einer Smart-Home-Zentrale verschiedene Dinge auslösen, wenn sich etwas in deren Sichtfeld bewegt. Zum Beispiel können Lichter – innen wie außen – eingeschaltet werden oder ein akustischer Signalgeber kann wie eine Sirene ausgelöst werden. Per Email oder SMS kann sich der Hauseigentümer vom Vorfall informieren lassen – inklusive Portrait des ungebetenen Gastes.
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Die technische Anreicherung der Kameras bringt ständig Neues – zum Beispiel eingebaute Lautsprecher, über die man auch mit dem Postboten oder Zähler-Ableser per Handy sprechen kann. Auch dem Budget des Eigenheimbesitzers stehen heute eine Vielzahl von Funktionalitäten offen – dazu gehört nicht nru intelligente Bewegungs-, sondern durchaus auch Gesichtserkennung. Das zitternde Laub oder der patrouillierende Kater werden ignoriert – nur der Einbrecher nicht: Kommt er ins voreingestellte Blickfeld, löst dies eine voreingestellte Aktion aus: Die Benachrichtigung des Hauseigentümers z. B., oder die Aktivierung des Aufnahmegeräts.

Kamerahersteller gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – alle großen Namen sind am Markt vertreten: Abus, Axis, Bosch, Dallmeier, Mobotix, Hanwha (zuvor als Samsung bekannt), Honeywell, Panasonic, aber auch D-Link, Netgear oder hierzulande noch junge Marken wie Hikvision und Dahua. Zudem spezielle Angebote von RWE oder Telekom – bei denen man jedoch durchaus genau hinsehen darf, welche Einzelkomponenten sich hier genau zu einem System verbinden. Man hat tatsächlich die Qual der Wahl – am besten, der Smart-Home-Eigentümer lässt sich jeweils beraten – idealerweise natürlich von einem Fachmann in Sachen Sicherheit. Auf jeden Fall sollte er dabei auf eines achten: Die Kameras müssen mit der eigenen Smart-Home-Infrastruktur kompatibel sein.
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