In die Flucht geschlagen

Alarmanlagen begrüßen Unwillkommene auf ihre eigene Weise

© Andrey Popov — Fotolia.com
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Einbrecher sind auch nur Menschen. So sieht man es auch in kriminellen Milieus ganz gerne, wenn
Aufwand und Ertrag sich die Waage halten. Geht es – wie bei Oceans 13 – darum, an kostbare
Diamanten
und Koffer voll Geld in einem irrwitzig gesicherten Hochsicherheitssafe zu gelangen,
scheint es nicht übertrieben, ein künstliches Erdbeben herbeizuführen, das den Sicherheits-
Computer lahm legt. Der gemeine Eigenheimbesitzer braucht damit eher nicht zu rechnen.
Meist hat er es mit einem Einbrecher-Typus zu tun, der auf möglichst leichte Beute aus ist.
Zum Schutz dagegen gehört eine gute Alarmanlage zu den Mitteln der Wahl.

Eine Risikoeinschätzung steht sinnvollerweise am Beginn der Planung einer Einbruchmeldeanlage. Der materielle oder immaterielle Wert der zu schützenden Objekte, aber auch das persönliche Sicherheitsbedürfnis sollten die Auswahl der Einbruchmeldeanlage beeinflussen – und letztlich den finanziellen Aufwand, den man treiben möchte. Die gute Nachricht: Unter anderem dank fortschreitender Miniaturisierung der Elektronik bei gleichzeitig erweitertem Angebot an Funktionalitäten sind diese Kosten in den letzten Jahren stark gefallen. Wo früher die Vollverkabelung aller Fenster und Türen nötig war, arbeitet man heute mit verschlüsselter Funktechnologie – das ist gerade bei nachträglicher Installation erheblich günstiger. Heute bekommt man zu erschwinglichen Preisen gute Anlagen samt Sensoren – das sollte eine gute Motivation zum Schutz des eigenen Hauses bzw. der eigenen Wohnung bieten.

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Enorme Bandbreite – smarte Auswahl

Auch bei den smarten, also vernetzten und intelligenten Alarmsystemen ist der Markt der Möglichkeiten breit gefächert – von fragwürdigen Produkten unklarer Herkunft bis hin zu qualitativ hochwertigen Kits aus Zentrale und Sensoren von renommierten Herstellern. So gibt es Komplettlösungen – zum Beispiel von Samsung –, die aber auch die Möglichkeit bieten, das System nach und nach so zu erweitern, dass die einzelnen Geräte untereinander kommunizieren können. Bosch Smarthome ist ein weiteres Beispiel: dahinter verbirgt sich eine Produktreihe für private Anwender. Es gibt ein Starter-Paket mit je einem Bewegungs- und Rauchmelder sowie einem Tür- oder Fensterkontakt. Kommuniziert wird per Funk über die Zentraleinheit. Letztere sorgt nicht nur für eine heulende Sirene, sondern meldet es auch per Smart-App, wenn ein Einbrecher sich Zugang verschaffen will. Sensoren können beliebig ergänzt werden. Der deutsche Hersteller Lupus Electronics bietet zum Beispiel eine Auswahl von Schwenk-/Neige-Kameras – und ein ausbaufähiges Starter- Pack mit Basisausrüstung. Die Steuerzentrale ist hier mit einem sogenannten Rolling-Code-Verfahren ausgestattet. Es erschwert das Dekodieren der mit Funk verbundenen Einheiten erheblich. Bei Abus gibt es z. B. das System Secvest – darin enthalten sind auch sensible Notfallmelder für Rauch, Wasser, Einbruchsversuche – und eine Sirene. Auch hier gibt es Meldungen und Einstellmöglichkeiten per App. Wie nicht anders zu erwarten von einem Unternehmen, das stark für seine mechatronischen Lösungen bekannt ist, sind auch die Türschlösser ins Smarthome-System integriert.

Die Smartvest Funk-Alarmanlage von Abus lässt sich einfach selbst installieren, einrichten und bedienen. Sie steht für zuverlässigen Rundum- Schutz gegen Einbruch und andere Gefahren des Alltags
Die Smartvest Funk-Alarmanlage von Abus lässt sich einfach selbst installieren, einrichten und bedienen. Sie steht für zuverlässigen Rundum- Schutz gegen Einbruch und andere Gefahren des Alltags
Daitem D22: Das absolut drahtlose Funk-Alarmsystem überwacht nicht nur Innenräume, sondern auch den Außenbereich – bevor ein Einbruch passiert. Mit komfortabler Sprachausgabe und 5 Jahren Batteriebetrieb
Daitem D22: Das absolut drahtlose Funk-Alarmsystem überwacht nicht nur Innenräume, sondern auch den Außenbereich – bevor ein Einbruch passiert. Mit komfortabler Sprachausgabe und 5 Jahren Batteriebetrieb




Um noch einige Hersteller zu nennen: Ein umfassendes Angebot kommt auch von CM Security, sowie von UTC Fire & Security. Auch von Daitem gibt es eine Funkalarmanlage mit reichhaltigem Programm – dazu gehört zum Beispiel ein Bewegungsmelder, der den Hund des Hauses ignoriert („Tierimmunfunktion“). Ebenfalls erwähnenswert: Das Harmony Hub von Logitech: Geboten wird eine beeindruckend lange Liste kompatibler Smarthome-Geräte (auch aus der Home-Entertainment- Ecke). Bedient wird per App oder Fernbedienung. HD-Videos von Einbruchsversuchen liefert die „Circle-Kamera“, die überall im Haus platziert werden kann.

Von außen nach innen


Das Zwiebelprinzip ist die Grundidee vieler Konzepte für ein optimal gesichertes Haus: Dabei werden sozusagen Verteidigungsringe gegen Eindringlinge errichtet, die sukzessive zu überwinden sind. Als erste Hürde wäre an Flutlichter und Kameras im Außengelände zu denken, die sich durch das Auslösen von Bewegungssensoren einschalten. Ihre Wirkung beginnt im Übrigen schon, bevor die Sensoren ansprechen: Deutlich sichtbare Alarmkomponenten, hoch an der Wand montierte Sirenenkästen mit Blitzlicht und Glasbruchmelder an den Fenstern sind ein klares Signal für den Verteidigungswillen des Bewohners. Die Aussicht auf Flut- und Blitzlicht und auf Sirenengeheul bestärkt viele Einbrecher darin, sich lieber gleich ein Haus ohne Alarmanlage auszusuchen.

Lupusec von Lupus-Electronics integriert Gefahrenmeldung, Smart Home und Video in einem System. Über 60 weitere Zubehörartikel sind erhältlich.
Lupusec von Lupus-Electronics integriert Gefahrenmeldung, Smart Home und Video in einem System. Über 60 weitere Zubehörartikel sind erhältlich.
Das Bosch Smart Home Sicherheit Starter-Paket. Es bietet Schutz vor Bränden und ungebetenen Gästen. Flexibel erweiterbar und ideal für jede Wohnungs- und Hausgröße
Das Bosch Smart Home Sicherheit Starter-Paket. Es bietet Schutz vor Bränden und ungebetenen Gästen. Flexibel erweiterbar und ideal für jede Wohnungs- und Hausgröße





Türen und Fenster gehören klarerweise zu den möglichen Schwachstellen – vor allem in Souterrain, Erdgeschoss und erster Etage. Auch hier sollte man freilich abwägen und sich erst einmal verstärkt auf Bereiche konzentrieren, die von außen, insbesondere von Nachbarn nicht einsehbar sind. Dort helfen sichere Fenster- und Türschlösser – dazu kommen Glasbruchmelder und magnetische Kontakte, die sich häufig per Funk mit der Alarmsteuerung verbinden lassen.

Der Alarm und seine Folgen

Spätestens dann, wenn unser Dieb trotz allem auf unseren Wohnzimmerteppich gelangt, sollte er von Bewegungssensoren im Innenraum erfasst werden. Sie müssen möglichst alle Türen und Fenster und die zu schützenden Bereiche im Haus abdecken. Dank ihrer inzwischen sehr fortgeschrittenen Elektronik schlagen die meisten der heute erhältlichen Systeme selten ohne guten Grund Alarm. Die Empfindlichkeit der Sensoren lässt sich zudem auch so fein justieren, dass die nächtlichen Patrouillen der Hauskatze den Schlaf der Hausherren nicht unterbrechen.

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Schlägt nun die Anlage Alarm, können eine Reihe von Folgen ausgelöst werden. Als Minimum wären hier unangenehme akustische Folgen zu nennen – sie treiben den Einbrecher oft in die Flucht oder veranlassen ihn, seinen Aufenthalt drastisch zu verkürzen. Ein weiterer Schritt wäre es, die Alarmanlage bei einem Sicherheitsdienst in der Nähe aufzuschalten. Das geschieht üblicherweise per Anruf über das Telefonfestnetz oder ein Mobilfunknetz, der den Alarm an eine zentrale Alarmempfangsstelle weitergibt. Solche Dienste gibt es z. B. von großen Anbietern wie Bosch oder Securitas, aber auch von kleineren regionalen Firmen. Bei diesem Sicherheitsdienstleister wird ein Aktionsplan hinterlegt, der alle erdenklichen Szenarien der Alarmauslösung abdeckt und die weitere Vorgehensweise der Sicherheitskräfte festlegt. Ob sich die Kosten dafür lohnen, ist eine Frage der eigenen Risikoeinschätzung.

Und wie wäre es, seine Alarmanlage direkt an die Polizei anzuschließen? Im Prinzip ist das möglich – aber nur in bestimmten Fällen. Dafür gibt es die sogenannte ÜEA-Richtlinie. Das steht für die „Bundeseinheitliche Richtlinie für Überfall- und Einbruchmeldeanlagen mit Anschluss an die Polizei“. Errichtung und Betrieb solcher Anlagen durch qualifizierte Fachunternehmen müssen auf der Grundlage einer polizeilichen Lagebeurteilung genehmigt werden. Das kommt, knapp formuliert, bei besonders gefährdeten Personen in Betracht, deren Sicherheit zu gewährleisten im öffentlichen Interesse liegt.

Berührungslos unscharfschalten

In die Flucht geschlagen Image 8
Intelligenten Komfort und mehr Sicherheit beim Bedienen – das bietet der Handsfree Tag von Daitem vielbeschäftigten oder vergesslichen Besitzern. Innerhalb des absolut drahtlosen Alarmsystems Daitem D22 von Atral-Secal ermöglicht der Handsfree Tag das berührungslose Unscharfschalten beim Betreten des Objekts. Der Vorteil: Die Betreiber müssen keinen vierstelligen Code mehr eintippen und auch beim Schärfen des Alarmsystems entfällt die Code-Eingabe. Der Handsfree Tag wird einfach in der Hand- oder Jackentasche getragen. Vor allem Menschen, die beim Heimkommen abgelenkt sind, beispielsweise Familien mit Kindern, wissen die vereinfachte Bedienung zu schätzen. Der Handsfree Tag beugt Fehlbedienungen vor und nimmt auch älteren oder sehschwachen Personen die Angst vor einer falschen Code- Eingabe und Fehlalarmen. Es lassen sich auch einzelne Bereiche der Alarmanlage scharf- oder unscharf schalten. Der Handsfree Tag schaltet sich automatisch aus, wenn er sich im Ruhezustand befindet.
www.daitem.de

Zentrale Steuereinheit für smarte Sicherheit

Sie ist die zentrale Steuereinheit für vernetzte Gebäudetechnik: die VdS-Zertifzierte compact easy von Telenot Foto: Telenot Electronic GmbH
Sie ist die zentrale Steuereinheit für vernetzte Gebäudetechnik: die VdS-Zertifzierte compact easy von Telenot 
Foto: Telenot Electronic GmbH
Compact Easy von Alarmanlagen-Hersteller Telenot vereint, was immer mehr Gebäudebesitzern und Mietern wichtig ist: Als zentrale Steuereinheit kontrolliert und regelt sie zuverlässig bis zu 16 Smart-Home-Funktionen, Einbruch- und Brandschutz sowie die Alarmierung etwa bei Wasser- oder Gasaustritt. Sie ist das Gehirn für Wohnkomfort und Gebäudesicherheit und das zuverlässig 365 Tage im Jahr. Installiert werden kann sie per Kabel und Funk. Dadurch lässt sie sich auch in Bestandsbauten schnell und mit geringem Aufwand nachrüsten. Da sie modular aufgebaut ist, besteht jederzeit die Möglichkeit, sie um weitere Sicherheitskomponenten zu erweitern. Gesteuert wird das VdS-zertifizierte System über ein Touchbedienteil im Gebäude. Möglich ist dies auch per App „Build Sec“ überall und jederzeit vom Smartphone und Tablet aus. Für die Verbindung nutzt der Hersteller eine hochsichere Verschlüsselung, die auch Banken zur Datenübertragung einsetzen. Die Planung, den Einbau und den Service rund um die zentrale Steuereinheit übernehmen ausschließlich Fachbetriebe, die Autorisierten Telenot-Stützpunkte. Mit über 3.800 Technikern und Servicefachkräften stellen sie die Planung, Montage, Inbetriebnahme und den Service rund um zuverlässige und anerkannte Telenot-Alarmanlagen vor Ort sicher.
www.telenot.de


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