Feuer und Flamme

Intelligente Rauchmelder für den smarten Hausbesitzer

Feuer kann leider mehr als gemütlich sein: Rauchmelder sind daher wichtige Lebensretter
Feuer kann leider mehr als gemütlich sein: Rauchmelder sind daher wichtige Lebensretter
Rauchmelder sind inzwischen weitgehend gesetzlich vorgeschrieben. Und es wäre nicht sehr smart, dies zu ignorieren. Sie gehören zu den absoluten Müssern für ein sicheres Haus. Und: moderne Rauchmelder können heutzutage erheblich mehr, als nur Alarm schlagen, wenn es raucht.
Wenn’s im Hause brenzlig wird, kriegen wir davon nicht immer schnell genug etwas mit. Das gilt vor allem nachts: Wir riechen im Schlaf nämlich nichts, also auch keinen Rauch. Erst wenn jemand Krach macht oder an uns herumrüttelt, reißt uns das aus dem Tiefschlaf. Deshalb alarmieren Rauchmelder mit akustischen und physikalischen Reizen. Und für Smart-Home-Besitzer gibt es natürlich eine neue Generation von Meldern mit eingebauter Intelligenz.
Bietet doppelte Sicherheit – der Q-Label zertifizierte und nach EN14604:2005/AC:2008 geprüfte Abus RWM250 Rauchwarnmelder mit Hitzewarnfunktion
Bietet doppelte Sicherheit – der Q-Label zertifizierte und nach EN14604:2005/AC:2008 geprüfte Abus RWM250 Rauchwarnmelder mit Hitzewarnfunktion
Eine Rauchvergiftung ist der Grund für die meisten Todesfälle die durch Brände verursacht sind. Dafür kann es schon ausreichen, wenn man den giftigen Rauch ein paar Mal einatmet – Rauchmelder im Haus sind folglich absolut unverzichtbare potentielle Lebensretter.

So sehen es grundsätzlich auch die Gesetzgeber der für das Thema zuständigen Bundesländer. Sämtliche Landesbauordnungen schreiben inzwischen bei Neubauten eine Pflicht zur Installation von Rauchmeldern fest. Zur Jahreswende ist die Rauchmelderpflicht im Flächenland Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten.

Unterschiede gibt es teils noch bezüglich der Bestandsgebäude – auch die Verteilung der Verantwortung auf Eigentümer und Besitzer (= i.d.R. der Mieter), fällt unterschiedlich aus. Jedenfalls sind Rauchmelder aber beim größten Teil der Gebäude in Deutschland (siehe unsere Tabelle) inzwischen generell Pflicht – und bei allen anderen kommt sie bis spätestens 2020.
Hekatron Rauchmelder Genius Plus X: Abfrage des Zustands mit dem Smartphone
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In Österreich gibt es ganz überwiegend eine Rauchwarnmelderpflicht für Neu- und Umbauten – anders ist es noch bei Bestandsbauten. In der Schweiz gibt es überhaupt keine Pflicht (aber es gibt teils Rabatte seitens der Versicherungen, wenn man Rauchmelder installiert), in Luxemburg in Ausnahmefällen und in Liechtenstein gibt es eine amtliche Empfehlung.

Auf eigene Initiative

Der Gesetzeslage – und wohl auch dem gesunden Menschenverstand – zum Trotz, sind viele Wohnungen immer noch nicht mit Rauchmeldern ausgestattet. Das kann auch schwere Folgen bezüglich der Versicherung im Brandfall haben. Auch wenn Sie in einer Gegend gesetzgeberischer Rauchmelder-Muffel leben, sollten Sie als Hauseigentümer bzw. Mieter im eigenen Interesse vorpreschen. Zur Auswahl stehen mehrere Lösungen – in diesem Zusammenhang ist die Europäische Produktnorm EN 14604 zu nennen. Sie ist nach der Notrufnummer der Feuerwehr 112 eine wichtige Chiffre im Brandschutz geworden: Nach ihr müssen alle auf dem Markt befindlichen Rauchmelder zertifiziert sein. Auch für Gehörlose gibt es übrigens Lösungen: Aufwendungen für optische oder auch mobile vibrierende Melder kann man sich bei ärztlich attestiertem Bedarf unter Umständen von der Krankenkasse bezahlen lassen.
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So ein normaler Rauchmelder ist technisch in der Regel nicht übertrieben anspruchsvoll – für Smart-Home-Besitzer empfiehlt sich aber der Griff zur neuen Generation von ‚Smart‘-Rauchmeldern: Sie gehen technisch gesehen einen deutlichen Schritt weiter und bringen etwas Intelligenz ins Spiel.

Welche Rauchmelder soll man nehmen?

Die Zahl der Anbieter ist recht groß – neben Firmen wie Hekatron, Abus, Detectomat, Bosch und Siemens bieten auch Firmen wie RWE und sogar die Deutsche Telekom Systeme an – teils in ganze Smart-Home-Lösungen integriert.

Was die Auswahlkriterien betrifft, wäre zunächst die CE-Kennzeichnung (mit Zertifikatsnummer und Angabe „EN14604“) zu nennen – sie besagt schon mal, dass das Produkt im Europäischen Binnenmarkt verkauft werden darf. Etwas mehr Aussagekraft bringt das ergänzende „Q“-Kennzeichen: Produkte die es tragen, sind unabhängig und herstellerneutral auf bestimmte Kriterien hin überprüft – und zwar müssen sie die erhöhten Anforderungen der vfdb-Richtlinie 14-10 erfüllen. Dazu gehören die Langlebigkeit des Rauchmelders – und die Reduktion von Falschalarmen (Reaktion auf Brandrauch – aber eben nicht z.B. auf aufgewirbelten Staub). Ein Thema ist auch die Haltbarkeit der Batterie: Produkte mit dem „Q“ stehen für mindestens 10 Jahre Haltbarkeit von Batterie und Rauchmelder insgesamt. Eine Liste der Hersteller mit ‚Q‘-Kennzeichen – samt der einzelnen Produkte findet sich auf  

www.qualitaetsrauchmelder.de.
Der Twinguard Rauchwarnmelder mit Luftgütesensor von Bosch
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Und wohin damit?

Wo die Rauchmelderpflicht bereits besteht, ist ein gewisses Minimum an Rauchmeldern für verschiedene Räume vorgeschrieben. Die Einzelheiten entnimmt man am besten der aktuellen Bauordnung seines Landes – oder z.B. der Seite rauchmelder-lebensretter.de. Oft ist es aber sinnvoll, mehr zu tun als das geforderte Minimum. In weitläufigen Räumen und Fluchten können sich auch mehrere Rauchmelder anbieten. Generell werden Rauchmelder immer mindestens einen halben Meter von der Wand entfernt an der Decke montiert. Unter dem Dach sind sie als Faustregel ebenfalls einen halben Meter unterhalb des höchsten Punkts an der Dachschräge anzubringen.

Ein Spezialfall – aber auf keinen Fall zu vernachlässigen – ist die Küche. Sie ist laut IFS (Institut für Schadenverhütung und Schadensforschung der öffentlichen Versicherer) der Brandentstehungsort Nummer eins in der Wohnung. 39 Prozent der Wohnungsbrände entstehen hier (zum Vergleich: 26 % im Wohnzimmer, Schlafzimmer 9 %, Bad und WC 8 %). Vor allem beim Hantieren heimischer Küchenchefs am Herd (selten wegen technischer Defekte) passiert’s sehr oft. Es gibt für diesen brandgefährlichen Ort spezielle Rauchmelder — zum Beispiel reine Hitzemelder, oder solche mit einer Funktion zum Stummschalten (man deaktiviert ihn bewusst und kurzfristig – und er aktiviert sich nach dem Kochen wieder automatisch). Und es gibt Rauchmelder, die Fehlalarme vermeiden, die lediglich durch Wasserdampf ausgelöst wurden.
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Wie empfindlich ist ein Rauchmelder?

Auf den ersten Blick haben Rauchmelder eine ganz einfache Aufgabe; sobald sie Rauch detektieren. sollten sie Alarm schlagen. Aber was ist, wenn einer mit einer Zigarette vorbeigeht? Oder einfach eine Kerze ein bisschen stark vor sich hin rußt? Solche minimale Konzentrationen werden von fast allen Detektoren gelassen ignoriert. Mit der Toleranz kann es freilich vorbei sein, wenn sich in der geschlossenen Lounge der Cohiba-Club zum Vereinsabend trifft. Manche Modelle haben aber einen Knopf, mit dem man die Toleranzschwelle auf höhere Rauchkonzentrationen einstellen kann – oder den Rauchmelder insgesamt vorübergehend ausschalten kann – meist bis zu etwa einer halben Stunde.
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Kohlenmonoxidwarnmelder

Äußerst tückisch ist auch das selbst für Hunde geruchlose und farblose Gas Kohlenmonoxid (CO). Meist ist im Zusammenhang mit Autoabgasen davon die Rede – aber das tödliche Gas kommt auch aus anderen Quellen im Haus. Kamine, Kachelöfen, Öl-, Paraffin-, Brikett- Pellet- und Gasheizung sowie Gasherde – sie alle können Kohlenmonoxid abgeben, wenn die Durchlüftungsverhältnisse ungünstig sind und die Verbrennung unvollständige ist. Jedes Jahr werden bundesweit rund 4.000 Personen wegen einer CO-Vergiftung behandelt – davon gehen 5 % tödlich aus.Das größte Problem dabei ist auch hier, dass der Mensch das Gas meistens nicht bemerkt. Zuverlässige Detektoren nach EN 50291 gibt es seit Jahren auf dem Markt – installiert werden sie freilich noch recht selten. Der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt die Installation von Kohlenmonoxid-Warnmeldern in allen Haushalten mit Gasthermen. Die Gefahr ist nicht zu unterschätzen und kann für wenige Euro deutlich abgemildert werden.
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Erdgaswarnmelder

Die gerade besprochenen CO-Detektoren schlagen erst nach der Verbrennung Alarm. Wenn jedoch Gas – z.B. Erdgas, das für die Heizung und zum Kochen verwendet wird – aus einer Gasleitung tritt, bevor es überhaupt beim Brenner ankommt, kann es sich in geschlossenen Räumen sammeln und eine kritische Konzentration erreichen, die eine explosive Mischung bildet. Deshalb ist die Installation von Erdgasdetektoren in Kellerräumen, wo der Gaszähler und die Gasheizung installiert sind, sowie in der Küche, wenn dort mit Gas gekocht wird, durchaus sinnvoll.

Wichtig ist, sich vor Augen zu führen: Ein Rauchmelder kann kein CO detektieren, ein CO-Melder kein Erdgas und ein Gasmelder keinen Rauch! Hat man also nicht eindeutig ein Kombimodell in Händen, sollte man alle Typen einzeln an den entsprechend risikobehafteten Stellen installieren. 

Normgerecht

Der Rauchmelder muss auf jeden Fall ein CE-Kennzeichen tragen – und eine Markierung bezüglich der Konformität mit der Europäischen Produktnorm EN 14604. Wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig, ist die VdS-Anerkennung. Außerdem sollten der Herstellername und das Herstellungsdatum sichtbar sein. Je nachdem, in welchem Zimmer der Rauchmelder installiert wird, sollten Sie auf eine ausreichende Betriebstemperaturspanne achten – es kann z. B. vorkommen, dass im Winter ein unbeheizter, vielleicht abseits liegender Raum unter –20°C kalt wird.

Die Wartung ist hinsichtlich Häufigkeit und Durchführung übrigens von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich – klären Sie das am besten anhand der Betriebsanleitung ab. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an eine Fachfirma – sie kann Ihnen auch beim Installieren einer effektiven Lösung helfen und die Anlagen auch gleich so programmieren, dass sie intelligent auf Ereignisse reagieren. Natürlich können Sie das alles auch selbst machen – Sie brauchen nur etwas Zeit zu investieren, um alle Möglichkeiten der Technik auszuschöpfen.

UTC Fire & Security Deutschland GmbH

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